Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Sonderform der Massage. Die Behandlung erfolgt langsam-rhytmisch mit grossflächigen, oberflächlichen, dehnenden Handgriffen. Es werden je nach Bedarf nur betroffene Regionen oder der ganze Körper behandelt.

Einige Indikationen verlangen zusätzlich zur manuellen Behandlung auch die Versorgung mit einem lymphologischen Kompressionsverband oder Kompressionsstrumpf.

Das Lymphsystem ist Teil des Gefässsystems, gleichzeitig aber auch Teil des Immunsystems. Es ist ein, dem Venensystem parallelgestelltes, Drainagesystem. Die drei Funktionen des Lymphsystems sind der Eiweisstransport ausserhalb der Blutgefässe, Regulierung des Flüssigkeitsgehaltes im Zellzwischen-bereich und die Übernahme immunologischer Aufgaben.

Die Lymphgefässe nehmen Gewebeflüssigkeit auf, durchlaufen Lymphknotenstationen in welchen die Lymphe gefiltert und Lymphozyten (weisse Blutkörperchen zur Abwehr von Krankheitserregern) gebildet werden und führen die Lymphe schlussendlich wieder dem Venensystem zu.

Hilfsmechanismen für den wichtigen Lymphtransport sind Atmung, Muskelpumpe (durch Bewegung) und natürlich die manuelle Lymphdrainage.

 

Indikationen:

  • posttraumatische Ödeme (Ödem = Schwellung)

  • postoperative Ödeme

  • Wassereinlagerungen bei Schwangerschaft

  • Lymphödeme

  • Lipödeme

  • phlebolymphostatische Ödeme bei chron. venöser Insuffizienz (CVI) Stadium II und III

  • rheumatische Erkrankungen, z.B. chron. Polyarthritis

  • Morbus Sudek

  • Sklerodermie

  • zur Unterstützung des Immunsystems

  • zur Entgiftung, z.B. bei Fastenkuren

Kontraindikationen:

  • tiefe Beinvenenthrombose

  • generell akute Venenerkrankungen

  • Infektionen

  • akute bakterielle Entzündungen

  • Rechtsherz-Insuffizienz

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